Die Hellebardiere

Im Mittelalter hatten Fußsoldaten Schwierigkeiten, mit normalen Waffen wie Schwertern oder Äxten gegen mächtige Ritter zu kämpfen. Deshalb wurden für das Fußvolk verschiedene Stockwaffen entwickelt. Oben an den Stangen wurden klingen- oder axtartige Elemente angebracht, mit denen man gegen Ritter kämpfen konnte. Bis zum Aufkommen von Feuerwaffen war die Hellebarde eine weit verbreitete Kampfausrüstung, die vom „Hellebardier“ verwendet wurde, um einen angreifenden Feind zu schlagen oder zu stoßen.

Bei den Dendermonder Umzügen haben die Hellebardiere eine viel friedlichere und edlere Funktion. Sie bilden die Ehrenwache des Ros Beiaard (und der Gildereuzen bei der Katuit). Diese Gruppe von Statisten begleitet das Ros bis zum letzten Moment, bis es wieder für zehn Jahre in seinen Stall zurückkehrt.

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